die pflegezentrale

die pflegezentrale

Anders als es der Name vermuten lässt, handelt es sich bei „die pflegezentrale“ um kein gewöhnliches Dienstleistungsunternehmen: dieser junge ambulante Pflegedienst setzt seinen besonderen Schwerpunkt im Bereich der Migrantenpflege mit türkischem Hintergrund. Die Leistungen werden unter strikter Wahrung der kulturellen und religiösen Werte durch türkischsprachiges Fachpersonal erbracht und heben sich dadurch von anderen Gesundheitsdienstleistern ab.

Zeynep Babadagi-Hardt ist sieben Jahre alt, als sie mit ihrer türkischen Familie nach Bottrop kommt. Sie macht zunächst ihr Fachabitur und erlernt den Beruf der Krankenpflegerin in einem evangelischen Krankenhaus in Oberhausen. Durch ihre Mehrsprachigkeit sammelt sie früh Erfahrungen mit der Pflege von Migranten. Ihre Motivation bezieht sie schon zu diesem Zeitpunkt aus der Nähe und dem unmittelbaren Kontakt zum Patienten. Die erworbenen interkulturellen Kenntnisse nutzt Zeynep Babadagi-Hardt dann als leitende Fachkraft bei einem Pflegedienst und baut dort mit Erfolg einen speziellen Geschäftszweig auf. Um ihre eigenen Ideen und Vorstellungen umzusetzen, gründet sie nach der Geburt ihrer zwei Söhne 2005 ihr eigenes Pflegeunternehmen. Hilfe erhält sie bei der Erstellung des Gründungskonzeptes als auch bei der Festigung des noch jungen Unternehmens durch die Niederrheinische IHK.

Das Thema Kranken- und Altenpflege ist bei Zuwanderinnen und Zuwanderern der ersten Generation mit besonderen Anforderungen verknüpft. Ängste, Unkenntnis und Missverständnisse stehen häufig im Vordergrund, wenn bei diesen Menschen die Hilfs- und Pflegebedürftigkeit eintritt. Eine der Hauptursachen ist, dass Krankheit in den Kulturen unterschiedlich wahrgenommen wird. Die optimale Versorgung ist dann gegeben, wenn es gelingt, durch die gleiche Sprache und unter Einbeziehung der soziokulturellen Aspekte die Pflege des Patienten zu gewährleisten. Genau hier setzt das Konzept der Pflegezentrale in Duisburg an: Unter Wahrung der kulturellen und religiösen Werte werden Migranten in ihrer Heimatsprache durch Fachpersonal ambulant gepflegt. So wird durch Kenntnis der Werte und Mentalität der Patienten eine ganzheitliche Pflege erbracht und die Behandlungszeit verkürzt.

Um die notwendige Zulassung der Krankenkassen zu bekommen, musste Zeynep Babadagi-Hardt gleich vom Start weg drei examinierte Pflegekräfte einstellen. Schon nach einem Jahr hatte die Gründerin so viel Erfolg, dass sie ihr Team um drei weitere Kräfte verstärken musste. Heute beschäftigt sie 20 Menschen in ihrem Unternehmen. Der Anteil der Patienten mit Migrationshintergrund liegt bei etwa 20 Prozent und wächst kontinuierlich. Die Jungunternehmerin gibt sich aber mit der Pflegetätigkeit allein nicht zufrieden: „Wir sind ein junges, innovatives Unternehmen. Deshalb bin ich  kontinuierlich auf der Suche nach neuen Angeboten und Serviceleistungen, die in das Profil meines Unternehmens passen. Meine Richtschnur ist der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen.“

http://www.diepflegezentrale-du.de